Die zehn Teilgebiete

Im Vordergrund des Trainings steht - speziell für Neueinsteiger - das waffenlose Training: Taijutsu. Zu Beginn meines Trainings bekam kein Schüler eine Waffe in die Hand, der sein Taijutsu nicht beherrschte. Inzwischen hat sich die Auffassung der meisten Lehrer dazu geändert und sie unterrichten ihre Schüler bereits sehr früh auch mit Waffen. Der Grund dafür ist schlicht und ergreifend die Erkenntnis, dass Waffen das Bewegungsverständnis der meisten Schüler besonders fordern - speziell der Langstock (Bo) und die Kette (Kusari Fundo) "sagen" dem Schüler sehr schnell Bescheid, wenn er sich schlecht oder nicht richtig bewegt.

Taijutsu
1
Waffenlose Selbstverteidigung
Taihenjutsu
2
Körperschulung
Dakentaijutsu
3
Schlagtechniken
Jutaijutsu
4
Greiftechniken
Ukemi
5
Stürze und Rollen
Koppojutsu
6
Knochenbrechtechniken
Gyakuwaza
7
Hebeltechniken
Tobi
8
Sprungtechniken
Koshijutsu
9
Muskel- und Weichteilattacken
Shimewaza
10
Würgetechniken

Einige Schwerpunkte der verschiedenen Waffentechniken (Bujutsu), die auf den Bewegungen des Taijutsu aufbauen. Einige Waffensysteme - bei weitem nicht alle - sind zum Beispiel:
Hanbojutsu - Stocktechniken; Kenjutsu - Schwerttechniken; Tantojutsu - Messertechniken;
Bojutsu - Langstocktechniken; Kusari Fundo - kurze Kette mit Gewichten; Jutte - Schwertfänger;
Yarijutsu - Speertechniken; Naginatajutsu - Hellebardentechniken; Shuriken - Wurfsterne;
Kyoketsu Shogei - Sichelmesser mit Seil und Eisenring und vieles mehr.
Training im Gelände (Goton-Po), Meditation und Wahrnehmungstraining runden das ganzheitliche System ab.

Obwohl Bujinkan Budo Taijutsu / Ninjutsu ein sehr effektives und realitätsbezogenes Selbstverteidigungssystem darstellt, ist die Hauptsache dennoch das Lernen, wirklich menschlich zu sein. Es ist mehr als nur zu schlagen und zu werfen, vielmehr geht es darum zu Lernen und zu Ergründen, warum sich Menschen gegenseitig schlagen und werfen wollen.