Die Prinzipien des ganzheitlichen Trainings

Das Prinzip Shu -> Ha -> Ri

Sensei Dr. Masaaki Hatsumi hat uns in den ersten Jahren verschiedene Formen des Taijutsu und des Umgangs mit Waffen gelehrt.
Dies war das erste Prinzip (Shu): Die Regeln exakt befolgen um zu lernen, wie es richtig zu tun ist.

----- Anmerkung -----
Für mich und meine Schüler bedeutet das in einfachen Worten: Wir imitieren unseren Lehrer, ahmen ihn nach. Sobald wir die Form rein körperlich beherrschen, sollten wir uns jedoch fragen, WARUM diese Form genau so und nicht anders ausgeführt wird. Denn die Beantwortung dieser Frage für jeden selbst führt erst dazu, dass wir zum zweiten Prinzip übergehen können.


Dann kam die Zeit des Juppo Sessho. Das Prinzip dabei ist, von der Norm (Ha) abzuweichen um die Technik zu verbessern, seinem eigenen Körper und Möglichkeiten anzupassen. Jetzt weiß man, was wichtig ist.

----- Anmerkung -----
Hier ist es wichtig zu verstehen, dass man nicht die Technik an sich verbessern kann. Lediglich die Anpassung an den eigenen Körper und dessen Möglichkeiten erbringt eine Verbesserung der Ausführung.

Wäre die Technik an sich nicht "perfekt", wäre sie schon vor langer Zeit, als es noch sehr oft um Leben und Tod ging, aus der Schule (Ryu) entfernt worden. Nicht perfekte Techniken führten unweigerlich zu schweren und schwersten Verletzungen, oft sogar zum Tod. Damit wäre nicht nur das Leben des Kämpfers beendet sondern auch sein Auftrag nicht mehr ausführbar gewesen.


Sensei sprach immer wieder von Natürlichkeit. Die Natur hat in der asiatischen Denkweise eine weitaus breitere Bedeutung als bei uns. Es gibt nichts, was von der Natur getrennt behandelt werden könnte. Der Mensch, sein Verstand und sein Bewusstsein sind natürliche Phänomene, die den Gesetzen der Natur folgen. Dies bedeutet auch, dass man nicht glücklich und zufrieden sein kann, wenn man sich an äußere Umstände bindet, sich von diesen bestimmen lässt. Es ist möglich - und nötig - in der Mitte zu bleiben und den richtigen Abstand zu den Dingen zu behalten, um mit sich selbst und der Welt in Harmonie zu leben.
Unsere Partnerübungen dienen der Entwicklung der inneren Energie. Wir lernen, die Absichten unseres Partners (Gegners) zu verstehen und auf sie zu reagieren bevor sie ausgeführt werden. Es ist wichtig, diese Praxis mit viel Gefühl und Leichtigkeit, manchmal auch ein wenig Verspieltheit zu erlernen.
Man soll die Spannung gehen lassen und zu jeder Zeit in jeder Form eine Symbiose mit den Absichten des Gegners (Angreifers) eingehen. Zudem soll man keinerlei Informationen über die eigenen Absichten erkennen lassen.
Man trainiert diese Übungen in sehr freundlicher (friedlicher) Art und Weise, denn es ist nicht unser Ziel - wie bei vielen anderen - den Gegner zu töten. Es ist lediglich unser Ziel, den Gegner soweit kampfunfähig zu machen, dass wir gefahrlos den Platz verlassen können. Diese subtile Variante des Kampfes kommt der Natur von Frauen sehr nahe, daher ist es für diese eine sehr beliebte Methode zu kämpfen.

Nun sind wir beim dritten Prinzip angekommen - dem Verlassen (Ri). Regeln? Was zum Henker für Regeln??
Man kennt die Inhalte der Regeln, man lebt die Inhalte der Regeln - und dann macht man sich seine eigenen Regeln. Es ist viel Erfahrung und Disziplin nötig um innerhalb dieses Prinzipes weiter zu arbeiten


This Text in english (without my comments) from Sabine Fröhlich on bujinkankunoichi.com

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