"Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!"

Ich halte es nicht so mit Göttern, ich bezeichne mich selbst als buddhistisch angehauchten, heidnisch interessierten Atheisten. Aber ich habe auch meine Wurzeln nicht vergessen und ich liebe Sagen, Überlieferungen, Traditionen. Und die Germanen / Kelten / Wikinger / Nordmänner haben viele davon. Von einigen möchte ich Euch hier ab und zu erzählen. Die Texte sind nicht von mir, die Bilder auch nicht, ich schreibe aber immer die Quellen dazu - wer sich weitergehend informieren will, hat so gute Ausgangspunkte.
Ich übernehme die Texte hier um sicher zu sein, dass sie erhalten bleiben, viele Seiten verschwinden mit der Zeit. Es geht nicht darum, mich mit fremden Federn zu schmücken.
Die Daten widersprechen sich in den verschiedenen Beiträgen, ich nehme einfach die, die mir am logischsten erscheinen. Und ich übernehme auch keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben.
Und bevor dumme Sprüche kommen: Ich bin nicht rechts, ich bin nicht links, ich bin nur ein Krieger, der zu den alten Werten steht und der seine Heimat liebt.

Nikolaus und Klossatreiben

Nikolaus

Es ist ja immer interessant, wie Dinge entstanden sind, wo wir heute die Zusammenhänge gar nicht mehr erkennen können. Und gerade die Feste und Bräuche waren immer eine Möglichkeit für die Menschen, an tiefe Wahrheiten anzuknüpfen und Antworten zu bekommen.

Nikolaus war immer eine große und stattliche Person und sah unglaublich beeindruckend aus. Und er hatte einen dabei, vor dem mußte man sich fürchten. Das war so einer mit einem großen Zottelfell - der Knecht Rupprecht (er wird auch Krampus genannt oder im Allgäu Kloaß). Letzterer hatte eine große Rute, mit der er einen zur Strafe für Missetaten schlagen konnte. Und er hatte den großen Sack, wo die Belohnungen drin waren.

Um Nikolaus herum gibt es immer noch seltsame alte Bräuche, die sich über Jahrhunderte gehalten haben, trotz christianisiertem Heiligen Nikolaus mit Bischofsmütze. So wie immer noch der Knecht Rupprecht neben dem Nikolaus läuft und die Gestalt ist, die irgendwie Rätsel aufgibt, die unheimlich ist, die ein Relikt dieser alten Bräuche ist, die man nicht ausradieren konnte.
Eigentlich kommt dieser Heiliger ja aus Kleinasien, genannt Nikolaos, wobei "nikos" der Sieger bedeutet und "laos" das Volk. Also Sieger des Volkes. Er wurde erst sehr spät über die Alpen zu uns importiert. Der 6. Dezember soll sein Todestag sein.

Im Allgäu und im gesamten Alpenland sind noch viele alte Bräuche lebendig. Dort kann man schauen, was noch übrig geblieben ist aus einer Zeit vor dieser Importierung.
Ein Brauchtum, das über Jahrhunderte gewachsen war und dem dann dieser Heilige mit der Bischofsmütze vorgesetzt wurde.
Im Allgäu zum Beispiel hat die Figur des Rupprecht noch eine ganz eigenständige Bedeutung. Dort gibt es am 5./6. Dezember die sogenannten "Klossatreiben", wo die Männer mit Fell- oder Zottelkleidung, mit Masken und wilden Mähnen, mit Glocken, Schellen und Ruten durch die Ortschaften jagen und an die Häuser schlagen, die Bewohner erschrecken und ihr wildes Treiben haben.
Diese Klossa, die heute nur noch als Knechte des Nikolaus geduldet werden, sind dort noch frei und wild und eigenständig.

Klossatreiben und die Percht

KrampusseDiese Klossa unterstehen der Percht, nicht dem Nikolaus. Die Percht ist eine uralte alpenländische Göttin, die besonders im Winter ihre Hoch-Zeit hatte.

Diese Klossatreiben werden auch Perchtentreiben oder Perchtenläufe genannt. Und die Klossa sind im Gefolge der Percht. Sie sind ihr wildes Heer und unterstehen ihr.
Von der Persönlichkeit her wird die Percht immer beschrieben wie die ansonsten besser bekannte Frau Holle. Wobei der Percht mehr die Rolle unter der Erde zukommt, der spezielle Aspekt, der mit Tod, Wiedergeburt und Transformation zusammenhängt. Weswegen vor allem die Winterfeste mit der Percht in Zusammenhang gebracht werden.
Ein den meisten bekannter Ort im Alpengebiet ist ja "Berchtesgaden" und das heißt übersetzt "Garten der Percht". Auch der Name "Berta" kommt von Percht. Viele der Perchten-Orte verwandelten sich später zu Peters- ode Perchtolds-Orten.
Percht leitet sich eigentlich ab von dem althochdeutschen Perath "leuchten, strahlen". Im Kymbrischen bedeutet Berth "hell, schön".
Die leuchtende Göttin ist derart strahlend, dass kein Irdischer sie schauen kann oder darf. Es ist riskant, die Göttin zu schauen, ohne darauf vorbereitet zu sein.
Erst viel später - mit dem Absinken der alten Götter ins Reich der Dämonen - bekam die einst strahlende Göttin immer mehr fratzenhafte und dunkle Züge.

Quelle Jahreskreisinfo

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