Meditation

Unsere Meditationen sind authentische Übungen der Karma Kagyü Linie und werden seit rund 900 Jahren von einer Generation an die nächste weitergegeben. Bedenkt bitte immer: Buddhismus ist keine Religion und Meditation kein Gebet. Ob Ihr nun katholisch, evangelisch, jüdisch seid oder auch Moslems oder Hindhus oder auch gar nicht religiös - die Meditation wird niemandem einen Schaden zufügen.

Meditation bedeutet im Buddhismus "müheloses Verweilen in dem, was ist". Man erkennt seine störenden Gefühle wie Ärger, Stolz oder Eifersucht, bekommt Abstand zu ihnen und kann sie auflösen. Meditation hilft, durch die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit für andere Wesen nützlich zu sein.
In den Meditationen des Diamantweg-Buddhismus stellt man sich immer wieder auf die vollkommenen Eigenschaften eines Buddhas ein, bis man erkennt, dass sie einem innewohnen und man sie im Alltag zeigen kann. Zu den vollkommenen Eigenschaften eines Buddhas gehören Furchtlosigkeit, Freude und tatkräftiges Mitgefühl.

Im Buddhismus ist Meditation niemals als bloße Technik isoliert zu sehen, sondern sie steht immer im Rahmen der Erklärungen zu Grundlage, Weg und Ziel. Sie wird unterstützt von den positiven Handlungen, dem Entwickeln von Mitgefühl und Weisheit sowie dem Üben einer befreienden Sichtweise. Die spezielle Sitzhaltung, die man während einer Meditation einnimmt, fördert die Fähigkeit zu tiefer Konzentration. Letztendliches Ziel von buddhistischen Meditationen ist die Einsicht in die Natur des Geistes.

Da wir keinen Lehrer haben und ich nur wenige Grundkenntnisse des Vajrayana (Weg des großen Diamanten) besitze, werden wir uns auf die Drei-Lichter-Meditation beschränken. Aufkommende Fragen könnt Ihr vor oder nach der Meditation stellen.

Wenn man die drei Chakren als Mandalas betrachtet, so handelt es sich beim Hirn-Zentrum um das solare Prinzip, das Mandala der Zornvollen oder Bluttrinkenden Gottheiten im Yab-Yum-Aspekt, beim Kehlzentrum um das Mandala der Wissenshaltenden Gottheiten (eine mildere Form der Bluttrinkenden Gottheiten) und beim Herzzentrum um die Verwirklichung des Erleuchteten Geistes, ausgedrückt in den klassischen Dhyani-Buddhas.

Die Chakren - ihre Farben - ihre Mantras:
Stirn-Chakra - weiß - Om
Kehl-Chakra - rot - Ah
Herz-Chakra - blau - Humgh

Wir führen die Meditation in vereinfachter Form durch, zumindest für den Anfang. Wer dann weitergehen möchte, der kann das gern tun.

Ausführung

Wir setzen uns bequem im Schneidersitz auf den Boden, wer mit den Knien nicht auf den Boden kommt, kann sich auch eine Unterlage unter den Hintern legen. Die Beine bilden dabei ein Dreieck. Die Hände legen wir ineinander, die Daumen berühren sich um den Energiefluss zu gewährleisten. Der Rücken ist gerade, die Schultern nach hinten. Mit den Augen suchen wir uns auf dem Boden einen Punkt auf den wir uns konzentrieren. Die Augen sind halb geschlossen, wir schauen nur durch die Wimpern auf den Punkt, den wir uns ausgesucht haben.
Geräusche, Bewegungen, alles, was von außerhalb kommt, nehmen wir zur Kenntnis, lassen es aber ohne weitere Wertung an uns vorbeiziehen und konzentrieren uns weiter auf den Punkt am Boden und die Atmung.
Die Atmung wird vermutlich lange Zeit Euer größtes Problem sein. Es wird eingeatmet, dann kurz innegehalten. Beim Ausatmen behalten wir einen kleinen Teil der Restluft in uns, wir atmen also nicht komplett den Bauch leer.

Wir spüren nun, wie sich der Raum mit klarem, hellem (weißem) Licht füllt (Visualisation). Das Licht konzentriert sich in einem Bündel und dringt dann als feiner Strahl in unser Stirn-Chakra. Dabei artikulieren wir die Silbe Om (Mantra), laut oder leise, das ist nebensächlich.
Wir spüren nun, wie sich der Raum mit strahlendem, rotem Licht füllt (Visualisation). Das Licht konzentriert sich in einem Bündel und dringt dann als feiner Strahl in unser Kehl-Chakra. Dabei artikulieren wir die Silbe Ah (Mantra), laut oder leise, das ist nebensächlich.
Wir spüren nun, wie sich der Raum mit gleißendem, blauemm Licht füllt (Visualisation). Das Licht konzentriert sich in einem Bündel und dringt dann als feiner Strahl in unser Herz-Chakra. Dabei artikulieren wir die Silbe Humgh (Mantra), laut oder leise, das ist nebensächlich.

Diese drei Visualisationen verteilen wir über etwa fünf Minuten. Das ist die einfache Form, wie ich sie oben erwähnte. Wenn Ihr voran schreitet (nach Monaten oder auch erst nach Jahren), wird Atmung, Visualisation und Mantra kombiniert:
Einatmen - weiß - Om
Innehalten - rot - Ah
Ausatmen - blau - Humgh

Was wollen wir erreichen?

Meditation bedeutet im Buddhismus "müheloses Verweilen in dem, was ist". Man erkennt seine störenden Gefühle wie Ärger, Stolz oder Eifersucht, bekommt Abstand zu ihnen und kann sie auflösen. Meditation hilft, durch die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit für andere Wesen nützlich zu sein.
In den Meditationen des Diamantweg-Buddhismus stellt man sich immer wieder auf die vollkommenen Eigenschaften eines Buddhas ein, bis man erkennt, dass sie einem innewohnen und man sie im Alltag zeigen kann. Zu den vollkommenen Eigenschaften eines Buddhas gehören Furchtlosigkeit, Freude und tatkräftiges Mitgefühl.
Für uns als Kämpfer (Krieger) ist es von Bedeutung, Emotionen schnell in den Griff zu bekommen (nicht unterdrücken, damit verschließen wir unsere Energiebahnen). Wir müssen die Emotionen (vor allem Zorn, Wut, Rache, aber auch (Schaden)Freude) während eines realen Kampfes vollständig im Griff haben, darüber stehen. Wir wollen und sollen aber auch ein gewisses Mitgefühl für den Angreifer entwickeln. Nicht, weil wir ihn schlagen, das hat er selbst verschuldet. Nein, wir haben Mitgefühl mit seinem verwirrten Geist, der ihn dazu bringt, Gewalt anwenden zu wollen. Wir werden den Angriff abwehren, aber dann sollen uns keine negativen Gedanken dazu verleiten, selbst mehr Gewalt einzusetzen als unbedingt notwendig, Rache, auch schon der Gedanke daran, ist unwürdig für einen mitfühlenden Menschen.

Eine Weisheit

"Geduldig zu sein bedeutet, von ganzem Herzen willkommen zu heißen, was immer geschieht und den Gedanken aufzugeben, dass die Dinge anders sein sollten, als sie es sind."
Geshe Kelsang Gyatso

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George Bernard Shaw

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