Ninjutsu ist Kriegskunst - nicht Angeberkunst

Immer wieder liest man, wie Unfälle auf dem Schulhof, in der Freizeit, in Clubs vorkommen. Einige davon wären vermeidbar, wenn sich Schüler der Kampfkünste darüber im Klaren wären, was die erlernten Techniken anrichten können und wofür wir sie erlernen.

Was machst Du, wenn Dein Freund kommt und sagt: "Hey, Du Möchte-gern-Ninja, zeig mal, was Du drauf hast." Nun, zunächst mal stelle ich mir die Frage, ob ich den Kerl als "Freund" nötig habe. Wer mich auf diese Art und Weise herausfordert, der ist nicht mein Freund, nicht im Sinne des Wortes. Aber gut, vielleicht ist man gerade auf einer Party und er hat einen zuviel getrunken, einige Mädels stehen auch noch dabei. Was dann?

Nun ja, man könnte ihn unauffällig in einen Abführgriff nehmen, beiseite führen und ihm verklickern, er soll das sein lassen. Was passiert? Sobald man ihn loslässt, wird er wieder anfangen, vielleicht nicht sofort, aber der Schmerz im Handgelenk ist nach zwei weiteren Wodka-Cola weg, seine Gehirn noch benebelter, Erklärungsversuche prallen ab.
Man könnte ihm den Gefallen auch tun und ihn - natürlich möglichst schonend - außer Gefecht setzen. Was passiert? Es findet sich mit ziemlicher Sicherheit irgendwer, der den Mann "rächen" will oder einfach der Meinung ist, er könnte das besser. Und dann kommt noch einer und noch einer ...
Die wohl am schwersten machbare Variante für einen Mann - einfach gehen. Für einen Krieger dagegen ist diese Variante die erste Wahl.

Ninjutsu wird meist als Kampfkunst bezeichnet. Das ist allerdings nur bedingt richtig. Ninjutsu ist eine Kriegskunst. Und nur dafür ist sie entwickelt worden - für den Krieg. Krieg ist jede Auseinandersetzung, bei der es tatsächlich ums Überleben geht. Das ist nichts, womit man auf einer Party mal einen aufdringlichen Menschen vor die Tür stellt oder auf dem Schulhof seine Kumpels oder Mädels beeindrucken muss. Die Anwendung dieser Kunst für egoistische, selbstsüchtige Zwecke wird immer irgendwann ins Verderben führen.
Von den historischen Ninja wussten nur die Angehörigen, später der Clan, dass sie Ninjas waren. Es war eine verborgene Kunst. Das ist heute nicht mehr so, muss es auch nicht sein. Dennoch gibt es keinen Grund, mit seinem Können hausieren zu gehen.

Trainiert regelmäßig und hört zu, was Euch Euer Lehrer nebenbei erzählt und erklärt. Nutzt die Möglichkeiten, die sich Euch damit bieten als letzte Möglichkeit um Euch selbst oder auch Anderen aus bedrohlichen Situationen herauszuhelfen. Dann seid schnell, präzise und - wenn es gar nicht anders machbar ist - auch tödlich. Aber setzt Euer Können niemals unbedacht, egoistisch oder gar für verbrecherische Zwecke ein. Lebt nach den Grundsätzen der Togakure Ryu:

  1. Gewalt ist zu vermeiden und Ninpo ist Bujutsu.
  2. Das Schwert ist friedlich und beschützt die Familie, die Natur und das Land.

Einem Menschen die Gesundheit oder sogar das Leben zu nehmen, ist leicht. Aber niemand ist in der Lage, einem anderen das Leben wiederzugeben.

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Wenn man etwas will, dann findet man Wege, wenn man etwas nicht will, dann findet man Gründe.
Götz Werner

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