Ist das Ende nah, stirbt Dein Dojo?

(immer wenn von ICH, MIR, MICH MEIN oder dergleichen die Rede ist, ist Arnaud gemeint, ich übersetze den Artikel so, wie er geschrieben ist)

Dieser Artikel ist für Bujinkan Dojo Lehrer (Gruppenleiter, Dojoleiter) und basiert auf meiner Erfahrung.

Weißt Du, dass Dein Dojo sterben könnte, ohne das Du es bemerkst?

Ich begann 1987 zu unterrichten und ich war nicht gut zu dieser Zeit. Ich lernte, wie es besser, korrekt zu tun ist - auf dem harten Weg.Und ich lerne besser zu unterrichten, auch heute noch, 30 Jahre später. Ich machte alle Fehler, die man machen kann und tat mein Bestes, sie zu korrigieren. Nach vielen Jahren und nach dem Besuch vieler verschiedener Dojos fand ich ein Muster, welches ich in diesem Beitrag mit Euch teilen möchte.

Es gibt drei Level der Dojo-Typen, ich nenne sie Level #1, Level #2 und Level #3 Dojo. Das ist eine Art von Sanshin.

Level #1 Dojo: Dies ist das Traum-Dojo. die Gruppe ist verpflichtend und jeder Einzelne will lernen. Oft ist es eine neue Gruppe mit einem jungen Lehrer. Einige Lehrer mit höherem Rang aus anderen Dojos kommen und geben der jungen Gruppe eine Art Reife. Der Lehrer wird oft als charismatisch angesehen, zumindest von den Trainierenden seines Dojos. Das / die Egos sind klein, der Nutzen für alle ist hoch.
Die Gruppe ist wichtiger als das Individuum.

Level #2 Dojos: Dies ist die logische Evolution aus dem Level #1. Die Magie der ersten Jahre ist gegangen, das Training hat sich in Routine gewandelt. Der Lehrer ist nun von jungen Schwarzgurten umgeben, die jetzt die "Instruktoren" sind, viele waren viellecht schon in Japan, sie teilen das, was sie gelernt haben und denken, ihre Schüler sind ebenso motiviert wie sie es waren, als sie anfingen. Das / die Egos sind durchschnittlich, der Nutzen für alle ist durchschnittlich. Die Gruppe spaltet sich auf in hohe und niedrige(re) Ränge, es bilden sich "Clans".
Diese Clans sind wichtiger als die Gruppe oder das Individuum. Die Einheit der Gruppe ist außen vor.

Level #3 Dojos: Das Dojo ist nun krank und liegt im sterben. Die höheren Ränge kommen immer höher, die "alten Schüler" gehen. Eine neue Generation ist gekommen. Die höheren Ränge machen einen auf "Großmeister" und behandeln die Anfänger als ob diese schon seit Jahren trainieren. Die Klassen sind überwiegend im "Fluss", es werden keine Techniken mehr gelehrt und wenn, dann schlecht von den jungen, unerfahrenen Lehrern. Neue Schüler sind ahnungslos, weil ihnen nie die Basics beigebracht wurden. Die "Instruktoren" sind so in der Illusion ihrer Graduierung behaftet, dass sie nicht mehr trainieren, sie unterrichten ausschließlich ihre "Missverständnisse" an die Anfänger. Das / die Egos sind hoch, der Nutzen ist niedrig.
Das Individuum ist wichtiger als die Gruppe. Das Ende ist nah.

Nun ist es an Dir herauszufinden, in welchem Level Dein Dojo sich befindet und entsprechend zu reagieren, wenn es notwendig sein sollte.
Um Deinen Weg zu korrigieren ist es nie zu spät.
Wenn Du auf Level #1 bleiben willst, dann bedenke Deine weiteren Schritte.

Quelle: der Blog von Arnaud Cousergue https://kumafr.wordpress.com/2016/07/25/is-the-end-near/

Anmerkungen von mir: Ich denke, auch jeder Schüler sollte sich dies durchlesen und auf die Zeichen achten, oft sehen die Schüler - besonders, wenn sie relativ neu dabei sind - diese eher als der Lehrer. Und dann sollten sie auch den Mut und ausreichend Vertrauen haben, um den Lehrer, der die Zeichen vielleicht nicht sieht - aus welchen Gründen auch immer - darauf hinzuweisen.
UND ich denke, dieser Beitrag erklärt auch stückweise, warum ich immer wieder auf der Basic bestehe UND warum ich immer am Schimpfen bin, wenn jemand, der es selbst nicht kann, anderen Schülern erklären will, wie sie was zu tun haben. Dadurch schleichen sich Fehler ein, die wieder zu beseitigen ist deutlich schwerer als im Training mehr Geduld zu haben.

Und noch ein Punkt (nur für meine Schüler): Lest mal bitte das Vorwort für 2016. Dort schreibe ich, dass sich das Gruppenverhalten, der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, besser werden muss. Kein Platz für Alleingänge, jeder ist für jeden mitverantwortlich. Wenn Euer Kumpel keinen Bock auf Training hat, dann nehmt ihn am Kragen (bildlich gesprochen), baut ihn auf, motiviert ihn. Ich habe Euch nur vier Stunden die Woche, untereinander habt Ihr Euch als Freunde, Klassenkameraden oder gleiche Schule, gleicher Ort, als Nachbarn. Wenn IHR es nicht schafft, Euch gegenseitig zu motivieren, dann schaffe ich es auch nicht.

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