Einleitung

Ninjas: jene stillen, heimlichen Spione aus Japans Sengoku-Ära haben die Köpfe der Menschen auf der ganzen Welt erobert. So viel von ihnen wurde romantisiert und idealisiert, doch darf man nicht vergessen, dass Ninjas einmal wirklich existiert haben. Aufgrund der eher geheimen Natur von Ninjas, gibt es nur sehr wenige offizielle Aufzeichnungen über sie und viele von ihnen sind von Mythen und Legenden durchdrungen. Obwohl die folgende Liste eine Reihe "wirklicher" Ninjas enthält, ist es sehr fraglich, ob einige von ihnen tatsächlich Ninjas waren und in einigen Fällen sogar, ob sie überhaupt existiert haben.

Quelle: http://listverse.com/2014/02/24/10-amazing-legends-of-ninjas-from-history/

10. Kido Yazaemon

Kido Yazaemon war ein Iga-Ninja, geboren um 1539. Er war offenbar ein Meister mit der Tanegashima Arkebuse, eine Art Luntenschloßgewehr. Die Tatsache, dass die Arquebuse die Waffe seiner Wahl war, legt nahe, dass Yazaemon ein Experte mit Sprengstoff war und spezialisiert auf Teppo-Jutsu, eine Unterkategorie von Katon no Jutsu oder Feuertechniken. Entgegen weit verbreiteter Darstellungen, waren Waffen wie die Arkebuse sehr beliebt bei Ninjas und in der Tat wurden diese regelmäßig von ihnen auch bei Attentaten eingesetzt.

Yazaemon wahrer Anspruch auf Ruhm aber besteht in seinem Versuch, im Jahr 1579 Oda Nobunaga zu töten. Obwohl der Versuch scheiterte, war er doch bemerkenswert genug, um in der Iranki, einem historisches Dokument über die Iga-Ninjas, aufgezeichnet werden. Im Rahmen der Operation feuerten Yazaemon und zwei andere Ninjas auf Nobunaga, während dieser die Folgen seiner Invasion inspizieren wollte. Sie verfehlten Nobunaga, statt seiner töteten sie sieben seiner Begleiter.

9. Kirigakure Saizo

Kirigakure Saizo ist vor allem für die fiktiven Ninja bekannt, er war die Inspiration für: Kirigakure Saizo, Second-in-Command der Sanada Ten Braves, Rivale und Freund Sarutobi Sasuke.
Nach historischen Aufzeichnungen hatte ein Iga Ninja, der "Kirigakure Saizo" genannt wurde - vermutlich ein Alias eines anderen Mannes, der früher Kirigakure Shikaemon genannt wurde - versucht, ein Attentat gegen Toyotomi Hideyoshi auszuführen, indem er einen Speer durch den Boden unter diesem stieß.

Der Versuch scheiterte und das Leben Kirigakure wurde unter der Bedingung verschont, dass er dem Toyotomi Clan Treue schwor. In der Tat gibt es einige Quellen, die darauf hinweisen, dass Saizo ein "nachlässiger Ninja" war, der lediglich auf Spionage gegen Hideyoshi war, als er gefangen wurde. Und doch, als Folge davon, dass er erwischt wurde, vereitelte er ein tatsächliches Attentat auf Hideyoshi, welches durch den Doppelagenten Yusuke Takiguchi begangen werden sollte. Dies war wohl der wirkliche Grund, sein Leben zu verschonen.

8. Tomo Sukesada

Tomo Sukesada war ein Jonin (Meister, Clanoberhaupt) und das Oberhaupt der Tomo Ryu Tradition. Im Jahr 1562 verfolgte Tokugawa Ieyasu, der für Oda Nobunaga arbeitete, die Reste des Imagawa Clans, die zwei Jahre zuvor die Schlacht von Okehazama verloren hatten. Nicht willens aufzugeben, hielt der Imagawa Clan die Festung, positioniert an einem stratetisch bedeutendem Punkt unter dem Kommando von Udono Nagamochi, einem General der Imagawa.

Die Einnahme der Festung mit militärischer Gewalt war zu schwierig für Ieyasu, zumal die Imagawa einige seiner Familienmitglieder als Geiseln hatten. So heuerte Ieyasu 80 Koga Ninja unter Führung von Sukesada an, um die Festung zu infiltrieren. Gemeinsam mit Hattori Hanzo wurde die Festung infiltriert, die Wachtürme in Brand gesteckt und 200 Mann der Garnison getötet, einschließlich des Generals. Dieser Vorfall wird im Detail in der Mikawa Go Fudoki erzählt.

7. Fujibayashi Nagato

Der Legende nach war Fujibayashi Nagato einer der drei größten Jonin der Iga, zusammen mit Momochi Sandayu und Hattori Hanzo. Er war auch der Co-Leiter der Iga-Ninjas, zusammen mit Momochi Sandayu. Viel anderes ist nicht über ihn bekannt. Im Jahr 1581 startete Oda Nobunaga eine bösartige Invasion der Provinz Iga, bekannt als die Tensho Iga-Kriege, der die Iga und Koga Ninja Clans dezimierte. Überlebende gingen in den Dienst der Tokugawa Ieyasu. Nagato wurde bei der Invasion getötet.

Obwohl wir wenig über sein Leben wissen, hat Nagato in der Tat ein wichtiges Erbe hinterlassen: Seine Nachkommen haben schließlich das Ninjutsu-Wissen gesammelt und niedergeschrieben - und so das Bansenshukai erschaffen. Das Bansenshukai ist eine mehrbändige Enzyklopädie der "Geheimnisse" und Techniken der Ninja, geschrieben vom Fujibayashi Clan. Viele Informationen, die wir heute über die Ninja haben, verdanken wir diesem Werk.

6. Mochizuki Chiyome

Mochizuki Chiyome ist wohl die berühmteste Kunoichi (weibliche Ninja). Sie war eine hochstehende Persönlichkeit, verheiratet mit dem Samurai Kriegsherrn Mochizuki Nobumasa. Gerüchten zur Folge entstammt sie direkt dem Koga Ninja Clan. Irgendwann im Laufe des 16. Jahrhunderts war ihr Mann im Krieg und Chiyome wurde in der Obhut des Onkels ihres Mannes gegeben, dem berühmten Daimyo Takeda Shingen. Shingen erkannte die Fähigkeiten Chiyomes und gab ihr die Aufgabe, Frauen zu rekrutieren und sie als Untergrund-Netzwerk von weiblichen Spionage-Agenten trainieren.

Chiyome wählte als Hauptquartier das Dorf Nazu in der Shinshu Region und rekrutierte bis zu 300 junge Frauen - meist Waisen, ehemalige Prostituierte und Kriegsopfer. Während die meisten Einheimischen glaubten, dass Chiyome ein inoffizielle Waisenhaus für schikanierte und misshandelte Mädchen betrieb, war Chiyome in Wahrheit der Kopf in der Ausbildung der Mädchen als Teil ihres aufwendigen Spionagenetzes. Ausgebildet Verkleidungen zu verwenden wie Miko (Shinto-Schrein Priesterin), Prostituierte oder Geisha zum Zwecke der Spionage oder auch Attentate, diente Chiyomes Kunoichi Netzwerk dem Daimyo Shingen viele Jahre bis zu seinem mysteriösen Tod im Jahre 1573.

5. Ishikawa Goemon

Obwohl weder die Iga noch die Koga ihn würde als einen von ihnen akzeptieren, wäre keine Liste der realen Ninjas jemals ohne Ishikawa Goemon abgeschlossen. Geboren im Jahr 1558, war Ishikawa Goemon ein Geächteter, der von den Reichen stahl und den Armen gab - die Japan-Version von Robin Hood. Zwar gibt es keine sachliche Prüfung, doch der Legende nach war Goemon ursprünglich ein Genin (Ninja Lehrling) der Iga unter Sandayu Mochizuki, bevor er ein Nukenin (außer Kontrolle geratener Ninja) wurde.

Er wurde der Anführer einer Gruppe von Banditen in Kansai und beraubte reiche Feudalherren, Geistliche und Kaufleute und teilte diesen Reichtum mit den unterdrückten Bauern. Angeblich wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf Toyotomi Hideyoshi gefangen und öffentlich lebendig gekocht im Jahr 1594. Die Legende erzählt, das er seinen kleinen Sohn über dem Kopf gehalten habe, während er gekocht wurde. Dies ist jedoch nicht nachgewiesen, ebensowenig wie überliefert wurde, ob sein Sohn überlebte oder nicht.

4. Momochi Sandayu

Ishikawa Goemon (vorheriger in der Liste), war vermutlich ein Schüler von Momochi Sandayu bevor er ein Nukenin wurde. Sandayu war einer der Gründer der Iga Ninjutsu Ryu und gilt als einer der drei größten Iga Jonin (neben Hattori Hanzo und Fujibayashi Nagato). Sein richtiger Name war Momchi Tanbe Yasumitsu, manche Quellen deuten allerdings darauf hin, das es sich um verschiedene Personen handelte. Wieder andere Quellen behaupten, Sandayu und Fujibayashi Nagato wären ein und dieselbe Person gewesen.

Aber egal, wer Momochi wirklich war, wurde er vermutlich im Jahr 1581 getötet, als Oda Nobunaga während der Tensho Iga Kriege in die Iga Provinz eindrang und diese fast vollständig von Iga und Koga Ninja "säuberte". Eine andere Möglichkeit wäre, das Sandayu entkam und in einem seiner anderen "Leben" einfach weitermachte. Er besaß drei verschiedene Häuser mit allem, was dazu gehörte - auch Frau und Kinder, alles dreifach. So wäre es ihm möglich gewesen, ganz einfach unter einer anderen Identität weiterzuleben.

3. Fuma Kotaro

Der Fuma Clan ist einzigartig unter den Ninjas, da er sich unabhängig von der Iga und Koga im Dienst an den Hojo in Odawara entwickelte. Jonin Fuma Kotaro war der Führer des Clans in der fünften Generation und ihr bekanntester. Zu dieser Zeit war der Fuma Clan eine Bande von 200 Rappa (Schlacht Disruptoren) und sie arbeiteten als Briganten, Piraten und Diebe im Dienst des Hojo. Im Jahre 1580 griff Takeda Shigen Sohn Katsuyori die Hojo bei Odawara Castle an.

In der Nacht drangen Kotaro und seine Männer in das Takeda Lager ein und sie verursachten so viel Verwirrung und Chaos, dass Takedas Männer anfingen, sich in der Verwirrung gegenseitig zu töten. Im Jahre 1590 wurden die Hojo von Toyotomi Hideyoshi besiegt und die Fuma wurden stark reduziert. Eine beliebte (obwohl sehr wahrscheinlich falsche) Geschichte ist, dass im Jahr 1596, Kotaro Hattori Hanzo ermordete, dann aber von den ehemaligen Takeda Ninja Kosaka Jinnai verraten und schließlich im Auftrag von Tokugawa Ieyasu im Jahre 1603 enthauptet wurde.

2. Kato Danzo

In vielerlei Hinsicht war Kato Danzo der Ninja, der den Begriff populär gemacht, die Ninjas hätten übernatürliche Kräfte. Danzo war als Illusionist so gut, dass ihn viele Menschen wirklich für einen Zauberer hielten. Zu seinen Tricks gehörten Dinge wie einen Stier vor den Augen der Menschen zu schlucken, Samen zu werfen, die im selben Moment zu keimen und zu blühen begannen und sogar zu fliegen. Die Menschen gaben ihm den Spitznamen Tobi Kato (fliegender Kato). Heute glauben Forscher, dass er ein Meister der Hypnose gewesen sein muss, auch wenn es nichts gibt, was dies belegen würde.

So oder so, Katos Ruf erregte schließlich die Aufmerksamkeit von Uesugi Kenshin, der die Ninja-Fähigkeiten testen wollte. Er forderte Danzo auf, eine begehrte Naginata von einem seiner Vasallen (Naoe Kanetsugu) zu stehlen. Nicht nur, dass Danzo die schwer bewachte Burg erfolgreich infiltrieren und die Klinge stehlen konnte, er entführte auch noch ein Dienstmädchen. Beeindruckt nahm Kenshin Danzo in seinen Dienst, aber Danzo wurde schließlich zur unerwünschten Person, entweder weil Kanetsugu gegen ihn intrigierte oder weil Kenshin ihn verdächtigte, ihm die Macht nehmen zu wollen. Letztlich desertierte Danzo zu Kenshins Rivalen, Takeda Shingen, aber dies erwies sich als Fehler. Shingen vermutete, dass Danzo ein Doppelagent sei und den Auftrag hätte, ihn zu töten. Danzo wurde 1569 enthauptet.

1. Hattori Hanzo

Hattori Hanzo ist wahrscheinlich der berühmteste aller Ninjas. Er war ein Vasall und Samurai im Dienst der Tokugawa Ieyasu und war eine treibende Kraft, um Ieyasu zum Shogun und Herrscher über ganz Japan zu machen. Aufgewachsen in Inga, zeichnete sich Hanzo zunächst in Schlachten in den 1570er Jahren aus. Seine wohl bekannteste Tat kam im Jahr 1582: Nachdem Oda Nobunaga durch den Verrat seines Vasallen Akechi Mitsuhide getötet wurde, befand sich Tokugawa Ieyasu plötzlich in einer gefährlichen Lage durch seine unmittelbare Nähe Mitsuhide. Die Passage durch die Iga Provinz in die Mikawa Provinz sollte ihn in Sicherheit bringen. Hanzo brachte eine Truppe Iga Ninjas zusammen, arbeitete auch mit den Rivalen der Koga Ninja zusammen und eskortierte Ieyasu in die Sicherheit.

Einige Quellen sagen auch, das Hanzo half, die gefangene Familie Ieyasus zu retten. Der Meisterspeerkämpfer und brilliante Taktiker Hanzo diente den Tokugawas getreulich sein ganzes Leben lang. Unter seiner Führung wurden die Iga Ninja die Palastwache des Tokugawa Shogunats in der Burg Edo, schließlich zur vom Shogunat gedeckten Agentur Oniwabanshu. Nach dem Tod von Hattori Hanzo im Jahr 1596 nahm sein Nachfolger den Namen "Hattori Hanzo" für sich, was zur Tradition der Iga Führer wurde und den Mythos erschuf, dass Hattori Hanzo unsterblich sei.

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